gen Osten,  Rückblick

Rückblick Januar

Innehalten, Pause machen, zurückblicken, in sich schauen. Zum Ende meiner Reise nehme ich mir bewusst Zeit für ein Resümee. Hier nun also der Januar und das Ende meines Sabbatjahrs:

18 Tage, 18 Nächte – Zeit für mich, Zeit für Begegnung, Zeit zum Fahrrad fahren, Zeit zum Besinnen, Zeit für Strand und Sonne auf Hainan! Und danach zwei Wochen in Hannover zum Ankommen.

1300 Kilometer in 1 Land (CHN, genauer auf der Insel Hainan).

Kosten: ca. 630€. Ein großer Posten war natürlich die Rückreise, obwohl sie sehr viel günstiger war, als ich gedacht hatte (260€ Flug + 140€ Fahrrad als zweites Gepäckstück + 38€ Zug). (Ab August habe ich meine akribische Buchhaltung aufgegeben. Angaben also ohne Gewähr 😊)


Womit bin ich zufrieden?

  • Was für ein wunderbares Jahr! Ich bin bis heute zufrieden mit meiner Entscheidung, das ganze Jahr unterwegs gewesen zu sein. So viele Begegnungen mit Menschen, so viele Landschaften, – so – viel – Zeit! Das Erlebnis, wirklich ganz im hier (bzw. dort) und jetzt zu sein, ganz im Moment leben zu dürfen, ist unbeschreiblich. Ich bin zutiefst dankbar und weiß um mein Privileg, dies erlebt haben zu dürfen!
  • Meine letzten zweieinhalb Wochen auf Hainan waren genial. Der Flug war organisiert, die Strecke war variabel anpassbar, so konnte ich mit freiem Kopf die ganz neue Natur und das wieder ganz andere Umfeld genießen. Hier sah ich zum ersten Mal andere Camper und Radreisende in China! Hier gab es Palmen, Strand und Brandung, Regenwald und Affen.
  • mit der problemlosen Rückreise: pünktliches Didi (Uber-Taxi), reibungsloses Einchecken, keine Gebühr für die Übergröße des Radkartons, pünktliches Starten und Landen trotz Wintereinbruch in Frankfurt, ein halbwegs pünktlicher Ersatzzug und Sonnenschein in Hannover.
  • Am Fiedelerplatz standen dann ca. 50 meiner lieben Menschen, um mich zu begrüßen. Es war schön zu merken, dass ich nicht vergessen, sondern vermisst und freudig erwartet wurde. Das herzliche Willkommen hat mich nachhaltig berührt. Nach Hause kommen zu dürfen ist ein Geschenk!
  • Die zwei Wochen in Hannover zwischen Landung und Arbeitsbeginn verliefen gut. Ich bin weich gelandet, hatte viel zu tun mit meinem Bau, lebe bis heute mit wenig mehr als den Sachen, die ich mit mir auf der Reise hatte und das ist ein gutes Gefühl! Ganz viel ist wie im letzten Jahr, doch ich und mein Blick darauf sind anders.
  • ich bin gesund und glücklich heimgekommen!

Was besser sein könnte

  • Noch besser? Wie soll das gehen?

Was ich mir wünsche

  • dass ich es schaffe, die Erinnerungen an meine Reise lebendig zu halten, dass all das Neue, was in der Schule und im Alltag auf mich zu kommt, die Erlebnisse nicht zuschüttet. Schon jetzt staune ich manchmal, wenn ich mir die Fotos – zum ersten Mal auf einem größeren Bildschirm als der des Handys – anschaue. Es kommt mir unwirklich vor, dass ich tatsächlich dies alles erlebt haben soll.
  • in drei Monaten einen vollständigen Blog zu haben! Und vielleicht sogar einen Diavortrag?
  • Viele Menschen fragen, wie sie meine Reise unterstützen können. Ich selber bin gut versorgt. Doch wer gemeinsam mit mir Menschen, die ich kennengelernt habe und die es benötigen, helfen möchte, kann über die Plattform „buy me a coffee“ eine finanzielle Spende leisten. Ich erzähle gerne, wie ich das Geld weitergegeben habe. https://www.buymeacoffee.com/ankeR

3 Kommentare

  • Papa

    „Was besser sein könnte: Noch besser? Wie soll das gehen?“
    Dass Du so glücklich zurück gekommen bist, macht auch uns sehr glücklich.
    Auf dem Abschluss-Foto siehst Du aus, als wärst Du kurz vorm Wegfliegen, hast aber zumindest mit einem Fuß noch Bodenhaftung. Bleib wie Du bist, wir haben Dich lieb.
    Papa und Mama

  • Inga Wieling

    Liebe Anke, was für eine Freude deinen Blog zu lesen.
    Was für eine Wahnsinnsreise!
    Wie mutig und bewundernswert. Hut ab!
    Ganz liebe Grüße von der Wieling-Bande 😀
    Inga

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